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Solidarische Organisierung („Solinetz“):
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Dieses Wiki begann mit einem Text von Jörg, der seine Gedanken zur Zukunft der Verkehrswendeaktionen niedergeschrieben hatte. Es waren und sind nichts als seine Vorschläge, d.h. sie haben keinen Anspruch auf eine bestimmte Wichtigkeit und können beliebig ergänzt, verändert usw. werden.
Reichen die abendlichen Verkehrswende-Vernetzungstreffen aus, um dort auch mal vertieft über Strategien von Aktionen, Öffentlichkeit, Kooperation und Kommunikationen, also einer Organisierung von unten zu reden. Haben Menschen Lust, uns dafür einfach mal einen Extratag vorzunehmen? Ich lade auch gern in die Projektwerkstatt ein, einem Ort mit vielen Räumen, Anregungen usw., der für OpenSpace-orientierte Treffen sehr geeignet ist. Vielleicht mal ein Samstag oder Sonntag, z.B. 25. oder 26.5. oder im Juni (einer der Pfingsttage, am 23., 29. oder 30.6.)?
Das war einfach gut, was sich entwickelt hat … mehrere Aktionen, die wiederum von verschiedenen Gruppen und Einzelmenschen getragen wurden, bauten sich auf, kooperierten, aber stellten keine (berechenbare und zu Hierarchien neigende) Einheit da: FridayForFuture, 2035Null, einige Einzelaktionen und Pressetexte, die Verkehrswendepläne, -veranstaltungen, -aktionstage. Label standen nicht im Vordergrund, sondern konkrete Forderungen, die mit dazupassenden Aktionen untermalt wurden (oder umgekehrt).
Der 6. Juli ist ja schon fix. Nach meiner Einschätzung wird das Verkehrsaktionstag-Format deutlich kleiner als der 3.5., lebt aber von der Kombination mit anderen Aktionen und der Zusammenführung zur Nachttanzdemo dann am Abend, die insgesamt deutlich größer werden dürfte. So wird ein Eindruck vermittelt, dass viele zusammen agieren, zu verschiedenen sozialen und ökologischen Themen – und wieder in einer Kooperation der Vielfalt. Da wir jetzt hoffentlich ein bisschen Routine haben und der 6.7. weniger Aufwand bedeutet, da wir uns auf einen Nachmittag und ein Straßenfest mit Inhalten konzentrieren können (dann vermutlich eher ähnlich dem 20.10.2018), bestünde die Chance, unsere Vernetzungstreffen und die Mailingliste wieder mehr für den allgemeinen Austausch, Strategien und neue/andere Aktivitäten zu nutzen. Daraus folgere ich den nächsten Punkt:
Es gab ja ohnehin schon Beschwerden, die Mailingliste sei überfüllt mit Infos. Das lag vor allem am Aktionstag 3. Mai, der für uns alle wahrscheinlich eine Dimension aufmachte, die so für die meisten (oder alle?) neu war. Ich fand es richtig, so intensiv zu kommunizieren, sonst hätte es noch mehr zentraler Steuerung bedurft – was ich ja ohnehin immer falsch finde. Kurz vor dem 3.5. hat sich die Debatte dann auch das schnellere System Telegram verlagert – aber eben gezielt nur für den Aktionstag selbst. Eine solche Aufteilung wäre vielleicht generell sinnvoll:
Meine Hoffnung wäre, dass wir damit mehr Zeit gewinnen, auch andere Aktionen und Aktivitäten jenseits von Aktionen zu stärken, z.B. Veranstaltungen über die Verkehrswendevorschläge (Präsentationsfilm plus Vortrag und Diskussion in Stadtteilen, bei verschiedenen interessierten Gruppen usw.).
Unsere Aktionen haben gut geklappt, wir konnten Themen setzen in der Öffentlichkeit, der vorgeschlagene Verkehrsplan wird ernst genommen und diskutiert. Das alles ist ein wunderbares Beispiel, dass mensch trotz oder gerade wegen konsequenter Vorschläge viel Aufmerksamkeit erreichen kann – und dass ein Mosaik verschiedener Akteure ohne feste Hierarchie, Label, Konsensgebilde usw. gut funktionieren kann.
Aber: Irgendwann werden sich auch Polit-, Wirtschafts- oder andere Kreise gegen uns zu wehren beginnen – und nicht immer so platt vorgehen wie der Thomas Kirchhof vom BID. Meine Bitte wäre, damit souverän umzugehen, also nicht alles zu glauben, untereinander zu kommunizieren und immer klar zu haben: Wir sind uns nicht in allem einig. Wir sind eine Kooperation der Vielfalt, die kommuniziert, aber sich nicht immer zwanghaft einigen muss. Kritik aneinander gehört dazu. Ich kenne es aus der Vergangenheit nur allzu gut, dass es leider oft sehr wirkungsvoll war, wenn totaler Blödsinn übereinander verbreitet wird („der hat da und da das uns das gesagt“ usw.). Redet erst miteinander, um etwas aufzuklären. Und selbst wenn mal was daneben war – wir müssen uns nicht alle lieb haben … jedenfalls nicht immer