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schritte-leitfaden

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schritte-leitfaden [2020-08-27 07:46]
jule
schritte-leitfaden [2020-09-20 08:48] (aktuell)
jula
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 Für diejenigen von uns, die in erster Linie zu den AK kommen, weil sie Freiheit über das Ausleben der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen erlangen wollen ist das Eingeständnis von Machtlosigkeit im von uns gebrauchtem Sinne von zentraler Bedeutung. Es handelt sich hierbei um zwanghafte Verhaltensweisen,​ die wir nicht dauerhaft kontrollieren oder beeinflussen können. Viele von uns spüren die Konsequenzen dieses Verhaltens am eigenen Leib, viele sourcen die Folgen beispielsweise an den globalen Süden aus, allerdings wird es schwerer und schwerer, die Folgen unseres Fehlverhaltens zu leugnen. ​ Wir finden uns in Handlungen wieder, die wir außer zur Befriedigung von Ersatzbedürfnissen unserem eigen Moralkodex nach niemals tun würden. Dabei geht der Crackraucher scheinbar oder wirklich, jedenfalls gesellschaftlich geächteter weiter, als der/die PlastikverpackungskäuferInnen oder SUV-FahrerInnen. Jedenfalls handelt es sich so oder so um Verhaltensweisen,​ deren Folgen unter ethischen Aspekten beleuchtet, Scham verursacht. Für diejenigen von uns, die in erster Linie zu den AK kommen, weil sie Freiheit über das Ausleben der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen erlangen wollen ist das Eingeständnis von Machtlosigkeit im von uns gebrauchtem Sinne von zentraler Bedeutung. Es handelt sich hierbei um zwanghafte Verhaltensweisen,​ die wir nicht dauerhaft kontrollieren oder beeinflussen können. Viele von uns spüren die Konsequenzen dieses Verhaltens am eigenen Leib, viele sourcen die Folgen beispielsweise an den globalen Süden aus, allerdings wird es schwerer und schwerer, die Folgen unseres Fehlverhaltens zu leugnen. ​ Wir finden uns in Handlungen wieder, die wir außer zur Befriedigung von Ersatzbedürfnissen unserem eigen Moralkodex nach niemals tun würden. Dabei geht der Crackraucher scheinbar oder wirklich, jedenfalls gesellschaftlich geächteter weiter, als der/die PlastikverpackungskäuferInnen oder SUV-FahrerInnen. Jedenfalls handelt es sich so oder so um Verhaltensweisen,​ deren Folgen unter ethischen Aspekten beleuchtet, Scham verursacht.
 Möglicherweise haben wir uns sogar schon mehrfach dazu entschieden,​ mit dem Ausleben der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen aufzuhören. Also beispielsweise dem Alkoholtrinken,​ dem immer wieder Einlassen auf Partner, die einem nicht guttun, dem zwanghaften Vollstopfen mit Süß Kram, dem stundenlangen Konsum von Pornos oder Onlinespielen,​ usw. Nur um zu erkennen, dass wir schlichtweg unfähig sind zu widerstehen,​ sobald sich die Gelegenheit bietet. Vielleicht haben wir versucht, für eine bestimmte Zeit ohne das AK-Programm das Ausleben der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen,​ jedenfalls zwanghaften Verhaltensweisen zu unterbinden – möglicherweise sogar mit einigem Erfolg. Nur um zu erkennen, dass unsere problematische Eigenart uns auf mehr oder weniger direktem Weg wieder dorthin zurückbringt,​ wo wir herkamen. Um den ersten Schritt zu arbeiten, müssen wir uns unsere eigene, persönliche Machtlosigkeit tief in unserem Inneren eingestehen. Möglicherweise haben wir uns sogar schon mehrfach dazu entschieden,​ mit dem Ausleben der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen aufzuhören. Also beispielsweise dem Alkoholtrinken,​ dem immer wieder Einlassen auf Partner, die einem nicht guttun, dem zwanghaften Vollstopfen mit Süß Kram, dem stundenlangen Konsum von Pornos oder Onlinespielen,​ usw. Nur um zu erkennen, dass wir schlichtweg unfähig sind zu widerstehen,​ sobald sich die Gelegenheit bietet. Vielleicht haben wir versucht, für eine bestimmte Zeit ohne das AK-Programm das Ausleben der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen,​ jedenfalls zwanghaften Verhaltensweisen zu unterbinden – möglicherweise sogar mit einigem Erfolg. Nur um zu erkennen, dass unsere problematische Eigenart uns auf mehr oder weniger direktem Weg wieder dorthin zurückbringt,​ wo wir herkamen. Um den ersten Schritt zu arbeiten, müssen wir uns unsere eigene, persönliche Machtlosigkeit tief in unserem Inneren eingestehen.
-- Worüber genau bin ich machtlos? + 
-- Als ich meine Sucht, mein zwanghaftes Verhalten und/oder das Ausleben der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen auslebte, habe ich dann Dinge getan, die ich niemals tun würde, wenn ich mich auf die Einhaltung meiner eigenen ethischen Grundsätze konzentrierte?​ Welche Dinge waren das? +  * Worüber genau bin ich machtlos? 
-- Welche Dinge habe ich getan, um meine Sucht, mein zwanghaftes Verhalten und/oder das Ausleben der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen aufrechtzuerhalten,​ das vollständig allen meinen Grundsätzen und Wertvorstellungen widerspricht?​ +  ​* ​Als ich meine Sucht, mein zwanghaftes Verhalten und/oder das Ausleben der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen auslebte, habe ich dann Dinge getan, die ich niemals tun würde, wenn ich mich auf die Einhaltung meiner eigenen ethischen Grundsätze konzentrierte?​ Welche Dinge waren das? 
-- Auf welche Weise verändert sich meine Persönlichkeit,​ wenn ich diese Verhaltensweisen auslebe? (Zum Beispiel: Werde ich überheblich?​ Selbstzentriert?​ Launisch? Untätig bis zur Unfähigkeit,​ mich selbst zu schützen? Manipulierend?​ Jammernd?​) +  ​* ​Welche Dinge habe ich getan, um meine Sucht, mein zwanghaftes Verhalten und/oder das Ausleben der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen aufrechtzuerhalten,​ das vollständig allen meinen Grundsätzen und Wertvorstellungen widerspricht?​ 
-- Manipuliere ich andere Menschen, um diese Verhaltensweisen aufrechtzuerhalten?​ Wie? +  ​* ​Auf welche Weise verändert sich meine Persönlichkeit,​ wenn ich diese Verhaltensweisen auslebe? (Zum Beispiel: Werde ich überheblich?​ Selbstzentriert?​ Launisch? Untätig bis zur Unfähigkeit,​ mich selbst zu schützen? Manipulierend?​ Jammernd?​) 
-- Habe ich versucht, aufzuhören und herausfinden müssen, dass ich es nicht konnte? Habe ich versucht, alleine damit aufzuhören und dann festgestellt,​ dass mein Leben ohne das Ausleben meiner Sucht, meines zwanghaften Verhaltens und/oder dem Ausleben der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen so qualvoll war, dass meine Abstinenz nicht lange anhielt? Wie waren diese Zeiten? +  ​* ​Manipuliere ich andere Menschen, um diese Verhaltensweisen aufrechtzuerhalten?​ Wie? 
-- Wie hat meine Sucht, mein zwanghaftes Verhalten und/oder das Ausleben der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen mich dazu gebracht, mich selbst oder andere zu verletzen?+  ​* ​Habe ich versucht, aufzuhören und herausfinden müssen, dass ich es nicht konnte? Habe ich versucht, alleine damit aufzuhören und dann festgestellt,​ dass mein Leben ohne das Ausleben meiner Sucht, meines zwanghaften Verhaltens und/oder dem Ausleben der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen so qualvoll war, dass meine Abstinenz nicht lange anhielt? Wie waren diese Zeiten? 
 +  ​* ​Wie hat meine Sucht, mein zwanghaftes Verhalten und/oder das Ausleben der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen mich dazu gebracht, mich selbst oder andere zu verletzen?
 Unmeisterbarkeit Unmeisterbarkeit
 …. ….
  
  
-- Muss immer alles nach meinem Kopf gehen? Welche Auswirkungen hatte das auf meine Beziehungen?​ +  * Muss immer alles nach meinem Kopf gehen? Welche Auswirkungen hatte das auf meine Beziehungen?​ 
-- Beachte ich die Bedürfnisse anderer? Welche Auswirkungen hatte mein Mangel an Anteilnahme auf meine Beziehungen?​ +  ​* ​Beachte ich die Bedürfnisse anderer? Welche Auswirkungen hatte mein Mangel an Anteilnahme auf meine Beziehungen?​ 
-- Übernehme ich Verantwortung für mein Leben und meine Handlungen? Bin ich in der Lage meinen täglichen Verpflichtungen nachzukommen,​ ohne von ihnen überwältigt zu werden? Wie hat dieses Verhalten mein Leben beeinflusst?​ +  ​* ​Übernehme ich Verantwortung für mein Leben und meine Handlungen? Bin ich in der Lage meinen täglichen Verpflichtungen nachzukommen,​ ohne von ihnen überwältigt zu werden? Wie hat dieses Verhalten mein Leben beeinflusst?​ 
-- Breche ich sofort zusammen, wenn die Dinge einmal nicht nach Plan laufen? Wie hat diese Erfahrung mein Leben beeinträchtigt?​ +  ​* ​Breche ich sofort zusammen, wenn die Dinge einmal nicht nach Plan laufen? Wie hat diese Erfahrung mein Leben beeinträchtigt?​ 
-- Empfinde ich jede Anforderung an mich als eine persönliche Beleidigung?​ Wie hat diese Wahrnehmung mein Leben beeinflusst?​ +  ​* ​Empfinde ich jede Anforderung an mich als eine persönliche Beleidigung?​ Wie hat diese Wahrnehmung mein Leben beeinflusst?​ 
-- Lebe ich in ständiger Katastrophenstimmung und begegne jeder Situation erst einmal mit Panik? Wie hat diese Haltung mein Leben beeinträchtigt?​ +  ​* ​Lebe ich in ständiger Katastrophenstimmung und begegne jeder Situation erst einmal mit Panik? Wie hat diese Haltung mein Leben beeinträchtigt?​ 
-- Ignoriere ich Anzeichen, dass etwas ernsthaft mit meiner Gesundheit, mit meinen Kindern oder sonst etwas Wichtigem in meinem Leben nicht stimmt und denke, dass es schon irgendwie klappen wird? Beschreibe! +  ​* ​Ignoriere ich Anzeichen, dass etwas ernsthaft mit meiner Gesundheit, mit meinen Kindern oder sonst etwas Wichtigem in meinem Leben nicht stimmt und denke, dass es schon irgendwie klappen wird? Beschreibe! 
-- War ich in Folge meines Konsumverhaltens und/oder meiner anderen Schwierigkeiten in wirklichen Gefahrensituationen jemals gleichgültig gegenüber der Gefahr oder sonst irgendwie unfähig mich zu schützen? Beschreibe! +  ​* ​War ich in Folge meines Konsumverhaltens und/oder meiner anderen Schwierigkeiten in wirklichen Gefahrensituationen jemals gleichgültig gegenüber der Gefahr oder sonst irgendwie unfähig mich zu schützen? Beschreibe! 
-- Habe ich als Folge meines schädlichen Konsumverhaltens und/oder meiner anderen Schwierigkeiten jemals jemenschem Schaden zugefügt? Beschreibe! +  ​* ​Habe ich als Folge meines schädlichen Konsumverhaltens und/oder meiner anderen Schwierigkeiten jemals jemenschem Schaden zugefügt? Beschreibe! 
-- Bin ich extrem launisch oder lebe ich meine Gefühle auf andere Weise aus, die meine Selbstachtung oder meine Würde verletzen? Beschreibe es! +  ​* ​Bin ich extrem launisch oder lebe ich meine Gefühle auf andere Weise aus, die meine Selbstachtung oder meine Würde verletzen? Beschreibe es! 
-- Habe ich schädliches Konsumverhalten und/oder andere Schwierigkeiten ausgelebt, um meine Gefühle zu verändern oder zu unterdrücken?​ Was war es, das ich ändern oder unterdrücken wollte?+  ​* ​Habe ich schädliches Konsumverhalten und/oder andere Schwierigkeiten ausgelebt, um meine Gefühle zu verändern oder zu unterdrücken?​ Was war es, das ich ändern oder unterdrücken wollte? 
 + 
 +====== Vorbehalte ====== 
 + 
 +Vorbehalte sind Stellen in unserem Programm, die wir uns für Rückfälle vorbehalten haben. Sie ranken sich vielleicht um die Idee, dass wir einen gewissen Grad an Kontrolle aufrechterhalten können, etwa wie, dass ich mein Konsumverhalten in manchen Punkten nicht kontrollieren kann bzw. nicht im Griff habe, doch mit anderen Problemen kann ich umgehen. Oder wir denken, dass wir noch mit Menschen befreundet sein können, mit denen wir schädliches Verhalten oder andere Schwierigkeiten praktiziert haben. Wir denken vielleicht, dass bestimmte Teile des Programms nicht aus uns zutreffen. Vielleicht denken wir auch, dass es Dinge gibt, die wir ohne schädliches Konsumveralten oder anderes falsches Verhalten nicht aushalten können – eine schwerwiegende Krankheit z. B. oder der Tod eines geliebten Menschen-, und nehmen in Kauf bzw. gestehen es uns – als Ausnahme ​  * wegen der besonderen Belastung zu, in alte, als überwunden gesehene Verhaltensweisen zurückzufallen. Möglicherweise glauben wir, dass wir unser Konsumverhalten und andere Schwierigkeiten kontrollieren können, nachdem wir ein bestimmtes gestecktes Ziel erreicht haben. Vorbehalte haben wir meistens im Hinterkopf, sodass wir uns ihrer nicht vollständig bewusst sind. Es ist unabdingbar,​ dass wir jegliche Vorbehalte, die wir haben mögen, ans Licht bringen und ausschalten,​ hier und jetzt. 
 +  * Habe ich das volle Ausmaß meines Fehlverhaltens akzeptiert?​ 
 +  * Glaube ich immer noch mit Leuten zusammen sein zu können, die mich mit meinem Fehlverhalten verbinden? Kann ich an Orte gehen, an denen ich mein Fehlverhalten praktiziert habe? Glaube ich, dass es klug ist, Dinge aufzubewahren,​ die mit meinem Fehlverhalten in Zusammenhang stehen, nur um mich zu erinnern oder meine Genesung zu testen? Wenn ja, warum? 
 +  * Gibt es etwas, von dem ich glaube, es nicht ohne Konsum oder anderes schädliches Verhalten überstehen zu können, ein Ereignis, dass so schmerzhaft wäre, dass ich schädliches Verhalten praktizieren oder in Konsumwahn zurückfallen müsste, um den Schmerz zu ertragen 
 +  * Meine ich, dass es etwas gäbe, was mich dazu bringen könnte, in schädliches Konsumverhalten zurückzufallen,​ weil ich meine, ich müsste oder dürfte etwas ausgleichen,​ es sei berechtigtes Fluchtverhalten,​ ich dürfe mir etwas gönnen/​Gutes tun oder ich bräuchte das Konsumverhalte,​ um Schmerz zu betäuben. 
 +  * Glaube ich, dass ich mit einer gewissen Zeit des Verzichts auf bestimmte Dinge oder unter anderen Lebensumständen in der Lage wäre, meinen schädlichen Konsum oder meine anderen Schwierigkeiten zu kontrollieren?​ 
 +  * An welchen Vorbehalten halte ich immer noch fest? 
 +======  
 +Kapitulation ======
  
-Vorbehalte 
-Vorbehalte sind Stellen in unserem Programm, die wir uns für Rückfälle vorbehalten haben. Sie ranken sich vielleicht um die Idee, dass wir einen gewissen Grad an Kontrolle aufrechterhalten können, etwa wie, dass ich mein Konsumverhalten in manchen Punkten nicht kontrollieren kann bzw. nicht im Griff habe, doch mit anderen Problemen kann ich umgehen. Oder wir denken, dass wir noch mit Menschen befreundet sein können, mit denen wir schädliches Verhalten oder andere Schwierigkeiten praktiziert haben. Wir denken vielleicht, dass bestimmte Teile des Programms nicht aus uns zutreffen. Vielleicht denken wir auch, dass es Dinge gibt, die wir ohne schädliches Konsumveralten oder anderes falsches Verhalten nicht aushalten können – eine schwerwiegende Krankheit z. B. oder der Tod eines geliebten Menschen-, und nehmen in Kauf bzw. gestehen es uns – als Ausnahme – wegen der besonderen Belastung zu, in alte, als überwunden gesehene Verhaltensweisen zurückzufallen. Möglicherweise glauben wir, dass wir unser Konsumverhalten und andere Schwierigkeiten kontrollieren können, nachdem wir ein bestimmtes gestecktes Ziel erreicht haben. Vorbehalte haben wir meistens im Hinterkopf, sodass wir uns ihrer nicht vollständig bewusst sind. Es ist unabdingbar,​ dass wir jegliche Vorbehalte, die wir haben mögen, ans Licht bringen und ausschalten,​ hier und jetzt. 
-- Habe ich das volle Ausmaß meines Fehlverhaltens akzeptiert? 
-- Glaube ich immer noch mit Leuten zusammen sein zu können, die mich mit meinem Fehlverhalten verbinden? Kann ich an Orte gehen, an denen ich mein Fehlverhalten praktiziert habe? Glaube ich, dass es klug ist, Dinge aufzubewahren,​ die mit meinem Fehlverhalten in Zusammenhang stehen, nur um mich zu erinnern oder meine Genesung zu testen? Wenn ja, warum? 
-- Gibt es etwas, von dem ich glaube, es nicht ohne Konsum oder anderes schädliches Verhalten überstehen zu können, ein Ereignis, dass so schmerzhaft wäre, dass ich schädliches Verhalten praktizieren oder in Konsumwahn zurückfallen müsste, um den Schmerz zu ertragen 
-- Meine ich, dass es etwas gäbe, was mich dazu bringen könnte, in schädliches Konsumverhalten zurückzufallen,​ weil ich meine, ich müsste oder dürfte etwas ausgleichen,​ es sei berechtigtes Fluchtverhalten,​ ich dürfe mir etwas gönnen/​Gutes tun oder ich bräuchte das Konsumverhalte,​ um Schmerz zu betäuben. 
-- Glaube ich, dass ich mit einer gewissen Zeit des Verzichts auf bestimmte Dinge oder unter anderen Lebensumständen in der Lage wäre, meinen schädlichen Konsum oder meine anderen Schwierigkeiten zu kontrollieren?​ 
-- An welchen Vorbehalten halte ich immer noch fest? 
-Kapitulation 
 Es gibt einen großen Unterschied zwischen Resignation und Kapitulation. Resignation ist das was wir spüren, wenn uns klar geworden ist, dass wir abhängig sind von vielen Dingen, die uns vordergründig das Leben erleichtern,​ aber langfristig zum Nachteil für andere Menschen oder unsere Umwelt sind, und Genesung noch nicht als Lösung unseres Problems akzeptiert haben. Viele von uns befanden sich an diesem Punkt, lange bevor Sie zu den anonymen Konsumentis gekommen waren. Vielleicht haben wir gedacht, es sei unser Schicksal, dass wir eh nichts an unserem schädlichen Konsumverhalten oder unseren anderen Schwierigkeiten ändern können. Kapitulation hingegen geschieht, nachdem wir den ersten Schritt als wahr für uns annehmen, und gleichzeitig akzeptieren,​ dass eine Verhaltensänderung die Lösung ist. Wir wollen nicht, dass unser Leben so bleibt, wie es war. Wir wollen uns nicht weiterhin so fühlen, wie wir uns gefühlt haben. ​ Es gibt einen großen Unterschied zwischen Resignation und Kapitulation. Resignation ist das was wir spüren, wenn uns klar geworden ist, dass wir abhängig sind von vielen Dingen, die uns vordergründig das Leben erleichtern,​ aber langfristig zum Nachteil für andere Menschen oder unsere Umwelt sind, und Genesung noch nicht als Lösung unseres Problems akzeptiert haben. Viele von uns befanden sich an diesem Punkt, lange bevor Sie zu den anonymen Konsumentis gekommen waren. Vielleicht haben wir gedacht, es sei unser Schicksal, dass wir eh nichts an unserem schädlichen Konsumverhalten oder unseren anderen Schwierigkeiten ändern können. Kapitulation hingegen geschieht, nachdem wir den ersten Schritt als wahr für uns annehmen, und gleichzeitig akzeptieren,​ dass eine Verhaltensänderung die Lösung ist. Wir wollen nicht, dass unser Leben so bleibt, wie es war. Wir wollen uns nicht weiterhin so fühlen, wie wir uns gefühlt haben. ​
-- Was macht mir am Begriff der Kapitulation Angst +  * Was macht mir am Begriff der Kapitulation Angst 
-- Was überzeugt mich davon, dass ich nie mehr erfolgreich meine Sucht, mein zwanghaftes Verhalten und/oder das Ausleben der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen nachgehen kann? +  ​* ​Was überzeugt mich davon, dass ich nie mehr erfolgreich meine Sucht, mein zwanghaftes Verhalten und/oder das Ausleben der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen nachgehen kann? 
-- Akzeptiere ich, dass ich selbst nach langer Abstinenz niemals die Kontrolle über die Verhaltensweisen erlangen kann, die ins zwanghafte abgerutscht waren? +  ​* ​Akzeptiere ich, dass ich selbst nach langer Abstinenz niemals die Kontrolle über die Verhaltensweisen erlangen kann, die ins zwanghafte abgerutscht waren? 
-- Kann ich meinen Weg in Richtung Freiheit ohne vollständige Kapitulation beginnen? +  ​* ​Kann ich meinen Weg in Richtung Freiheit ohne vollständige Kapitulation beginnen? 
-- Wie kann mein Leben aussehen, wenn ich vollständig kapituliere?​ +  ​* ​Wie kann mein Leben aussehen, wenn ich vollständig kapituliere?​ 
-- Kann ich den Weg in Richtung Freiheit ohne vollständige Kapitulation fortsetzen?+  ​* ​Kann ich den Weg in Richtung Freiheit ohne vollständige Kapitulation fortsetzen?
 Spirituelle Prinzipien Spirituelle Prinzipien
 Im ersten Schritt konzentrieren wir uns auf Ehrlichkeit,​ Aufgeschlossenheit und Bereitschaft,​ Demut und Annahme. Im ersten Schritt konzentrieren wir uns auf Ehrlichkeit,​ Aufgeschlossenheit und Bereitschaft,​ Demut und Annahme.
schritte-leitfaden.txt · Zuletzt geändert: 2020-09-20 08:48 von jula